Glossar

Technik und Produkte

In der adaptiven Fertigung passen sich die Produktionsprozesse selbstständig an neue Aufgaben an und optimieren sich selbst. Grundlagen dafür sind die digitale Vernetzung der Maschinen und die Auswertung von Daten.

Oberbegriff für alle Produkte rund um den Auftrag von Lack und Dickstoff, zum Beispiel Lackierroboter, Lackzerstäuber und Farbwechselsysteme.

Rotierende Bauteile wie Räder und Turbinen müssen auf Unwuchten überprüft werden. Die Unwuchten werden ausgeglichen, da sie zu Vibrationen oder Schwingungen führen.

Bereich in der Fahrzeugendmontage, in dem die montierten Autos geprüft und transportfertig gemacht werden.

Anlagen, die Fahrzeuge in der Endmontage mit betriebsnotwendigen Medien (z. B. Bremsflüssigkeit, Kältemittel) befüllen. Auch Kühlschränke, Klimaanlagen und Wärmepumpen werden mithilfe von Befüllanlagen mit Kältemitteln befüllt.

In vernetzten Produktionsanlagen werden große Datenmengen gesammelt, zum Beispiel mithilfe von Sensoren. Die Analyse dieser Daten ermöglicht es, die Produktion zu optimieren und zu flexibilisieren.

Brownfield-Projekte sind Umbau- oder Modernisierungsaufträge für bestehende Fabriken. Bei Greenfield-Projekten geht es dagegen um den Bau eines Werks „auf der grünen Wiese“.

Digitale Services greifen auf Betriebsdaten zu, um die Produktion zu optimieren und die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen. Ein Beispiel ist die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance). Dabei meldet eine App (Anwendungssoftware) frühzeitig, wann bei einer Anlage Wartungsarbeiten fällig sind oder ein Teil ausgetauscht werden muss. Nutzer unserer Maschinen und Anlagen können digitale Services über die digitalen Marktplätze LOXEO und tapio beziehen.

Entwicklung und Konstruktion von Maschinen und Anlagen. Bei Dürr häufig die Entwicklung technischer Lösungen, die speziell auf das Produktionsziel des Kunden abgestimmt sind.

Zerstäuber sorgen für einen gleichmäßigen Sprühstrahl beim Lackauftrag. Hochrotationszerstäuber arbeiten mit einem glockenförmigen Teller, der sich bis zu 70.000-mal pro Minute dreht. Dadurch wird der in der Mitte des Tellers einfließende Lack beschleunigt und in dünne Fäden zertrennt, die sich nach Verlassen des Tellers in feine Tröpfchen auflösen.

Industrie 4.0 steht für die digitale Vernetzung der industriellen Produktion. Ziel ist die „Intelligente Fabrik“, in der sich Fertigungsanlagen und Logistiksysteme weitgehend selbst organisieren.

Der Begriff Industrial Internet of Things steht für die Nutzung des Internets der Dinge in der industriellen Produktion. Unter dem Internet der Dinge versteht man die digitale Vernetzung und Kommunikation intelligenter Maschinen und Geräte über das Internet.

Übergeordnetes Software-System, das große Datenmengen aus der Produktion (BigData)sammelt und auswertet. Dazu werden die Maschinen einer oder mehrerer Produktionsanlagen mit Sensoren ausgerüstet. Die Sensoren erfassen die Betriebsdaten (zum Beispiel Materialverbrauch, Taktzeit) und leiten sie an die IIoT-Plattform weiter. Mithilfe der Datenauswertung in der IIoT-Plattform können Fabrikbetreiber ihre Produktionsprozesse genauer verstehen und Optimierungspotenziale erkennen.

Verfahren, bei dem Teile eines Autos, zum Beispiel die Bleche, mit Klebstoff verbunden werden.

Unter Leichtbau versteht man die Konstruktion von Autos mit maximaler Gewichtseinsparung. Dadurch lassen sich Kraftstoffverbrauch und Emissionen reduzieren. Um das Fahrzeuggewicht zu verringern, kommen leichte Werkstoffe wie Magnesium oder Faserverbundstoffe zum Einsatz.

Pkws und leichte Nutzfahrzeuge.

Überschüssiger Lack, der nicht auf der zu lackierenden Oberfläche landet.

Bereich in der Fahrzeugendmontage, in dem die montierten Autos geprüft und transportfertig gemacht werden.

Verfahren zur Versiegelung vor allem von Schweißnähten, die beim Zusammenfügen von Karosserieteilen entstehen. Zum Sealing gehört auch das Aufbringen eines Unterbodenschutzes gegen Steinschlag.

Verfahren zum Aufbringen der ersten Grundierungsschicht, die vor Korrosion schützt. Um auch die Innenbereiche zu beschichten, wird die Karosserie getaucht. Die Grundierung wird mithilfe eines elektrischen Felds erzeugt.

Tunnelartige Systeme zum Aushärten frisch aufgetragener Lackschichten.

Erste Station im Lackierprozess. Die aus dem Rohbau kommende Karosserie wird gereinigt, entfettet und zumeist mit einer Phosphatierung für die nachfolgende Beschichtung vorbereitet. Bei der Phosphatierung entsteht eine korrosionshemmende Konversionsschicht (nichtmetallische Kristallstruktur), auf der später aufgetragene Lackschichten besser haften.

Finanzen

Zeigt, in welchem Maß das Anlagevermögen durch das Eigenkapital gedeckt ist.

Gibt an, welchen Anteil das Anlagevermögen am Gesamtvermögen hat. Eine hohe Anlagenintensität bedeutet hohe Fixkosten und Kapitalbindung.

Im Unternehmen gebundenes Kapital, für das kein Verzinsungsanspruch externer Kapitalgeber besteht. Zur Ermittlung werden die Verbindlichkeiten von der Summe der lang- und kurzfristigen Vermögenswerte abgezogen. Dabei bleiben jedoch alle zinstragenden Positionen unberücksichtigt.

Zeigt, in welcher Höhe sich das Eigenkapital verzinst hat. Die Eigenkapitalrendite sollte die Verzinsung eines vergleichbaren Investments übersteigen.

Der Free Cashflow ist der frei verfügbare Cashflow und zeigt, welche Mittel verbleiben, um eine Dividende auszuschütten und die Verschuldung zurückzuführen. Er wird berechnet, indem man die Investitionen und den Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen vom Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit abzieht.

Gibt das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung an. Je höher der Anteil der Nettofinanzverschuldung, desto größer die Abhängigkeit von externen Kreditgebern. Ein hoher Verschuldungsgrad ist aber nicht grundsätzlich negativ, sofern der Zinsaufwand
die Gewinne nicht übermäßig reduziert.

Die Gesamtkapitalrendite (Return on Investment) zeigt, wie effizient das Unternehmen mit den ihm insgesamt zur Verfügung stehenden Mitteln gearbeitet hat.

Beide Kennzahlen zeigen, in welchem Maß die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch die flüssigen Mittel (und weitere Bestandteile des Umlaufvermögens) gedeckt sind. Damit soll die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens bewertet werden.

Ergibt sich aus der Saldierung der in der Bilanz ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten (ohne Finanzierungsleasing) und der flüssigen Mittel. Übersteigen die flüssigen Mittel die Finanzverbindlichkeiten, ist das Unternehmen de facto schuldenfrei.

Gibt den Nettobedarf zur Finanzierung kurzfristiger Aktiva an. Ein negatives NWC ist vorteilhaft, da in diesem Fall die Umsätze von Lieferanten und Kunden vorfinanziert werden. Eine wichtige Rolle für das NWC von Dürr spielen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen. Die Formel zeigt eine vereinfachte Berechnungsweise.

Gibt Auskunft über die Verzinsung (Return) des betrieblich gebundenen Kapitals (zum Beispiel Maschinen, Vorräte, Forderungen). Dazu wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf das betrieblich gebundene Kapital bezogen.

Die Kennzahl gibt die Kapitalbindung in den Forderungen in Tagen an. Nach derselben Methode lässt sich die Dauer der Kapitalbindung in den Vorräten und im Net Working Capital ermitteln.

Zeigt, inwieweit das Anlagevermögen durch die langfristigen Passiva gedeckt ist.

Ein Zinsdeckungsgrad von < 1 bedeutet, dass das Unternehmen seine Zinszahlungen nicht aus dem operativen Ergebnis tätigen kann.

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