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Pressemeldung

HOMAG stärkt Position als Systempartner für nachhaltiges Bauen mit Holz

Akquisition in Dänemark

Bietigheim-Bissingen 9. Oktober 2020 – Die zum Dürr-Konzern gehörende HOMAG Group stärkt durch eine Akquisition ihre Position als Technologiepartner für nachhaltiges Bauen mit Holz. HOMAG übernimmt den auf Systeme zur Massivholzbearbeitung spezialisierten Maschinenbauer System TM aus Dänemark mit rund 30 Mio. € Umsatz. Das Massivholzsegment ist ein Wachstumsmarkt: Hergestellt werden verleimte Bauteile aus Brettsperrholz – auch bekannt als Cross Laminated Timber –, das im Hausbau als nachhaltiger Werkstoff der Zukunft gilt. HOMAG ist in dem Bereich bereits mit der Tochtergesellschaft WEINMANN vertreten.

„Der Erwerb ist ein wichtiger Schritt für HOMAG, um zum weltweit führenden Systemlieferant von Produktionstechnik für den Massivholzsektor zu werden“, so Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG. „Mit unserer starken Finanzposition sind wir in der Lage, Akquisitionen zu tätigen und uns Geschäftschancen für den Aufschwung nach der Pandemie zu sichern.“ Erst kürzlich hat der Dürr-Konzern seinen finanziellen Spielraum durch die erfolgreiche Begebung einer Wandelanleihe über 150 Mio. € ausgeweitet.

Die 1977 gegründete System TM aus Odder/Dänemark beschäftigt rund 130 Mitarbeiter. Das Unternehmen nimmt mit seinen Maschinen und Services rund um das Sortieren, Optimieren und Keilzinken von Massivholz-Elementen eine führende Position ein. Größter Markt ist Nordamerika mit knapp 20 % Umsatzanteil. HOMAG übernimmt zunächst 80 % der Anteile an System TM, sie stammen größtenteils von der Eigentümerfamilie Thoegersen. 20 % verbleiben in der Hand des Managements von System TM. Der Kaufpreis liegt im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der Erwerb soll Ende Oktober wirksam werden, die wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen sind beantragt.

Im HOMAG-Verbund wird System TM eng mit WEINMANN und dem Kooperationspartner Hundegger zusammenarbeiten. Damit deckt HOMAG einen Großteil der Prozesskette in der Brettsperrholzfertigung ab. Bei größeren Massivholzprojekten arbeitet HOMAG mit weiteren Partnern zusammen. Bei der Vermarktung seiner Produkte und im Service kann System TM von der weltweiten Präsenz der HOMAG Group profitieren. Weitere Synergien werden in Einkauf und Technik erwartet.

Umsatzwachstum in neuem Geschäftsfeld
HOMAG bündelt seine Aktivitäten im Massivholzsektor im neuen Geschäftsfeld Construction Elements Solutions. Dessen Umsatz soll mittelfristig den niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erreichen. „Massivholz ist nachhaltig und wird die Zukunft des Bauens prägen. Weltweit entstehen immer mehr – auch größere – Gebäude aus Holzelementen. HOMAG unterstützt diesen Trend durch den Ausbau seines Lösungsspektrums und erschließt neben den Aktivitäten in der Möbelproduktion einen neuen Wachstumsmarkt mit großem Zukunftspotenzial“, sagte Pekka Paasivaara, Vorstandsvorsitzender der HOMAG Group AG.

Nachhaltiger Werkstoff der Zukunft
Bauen mit Holz ist klimafreundlich, da kaum Treibhausgas freigesetzt wird. Experten zufolge bindet  ein Holzhaus circa 80.000 Kilo CO2. Zudem ist es ein nachhaltiger Werkstoff, alle fünf Sekunden wächst in den deutschen Wäldern das für den Bau eines Einfamilienhauses benötigte Holz nach. Holz hat sehr gute Dämmeigenschaften, der Einsatz von Holzbauteilen beschleunigt den Bau von Häusern. In puncto Brandschutz sind moderne Holzhäuser nahezu vergleichbar mit Stahlbetonkonstruktionen. Auch Bauhöhen von 100 Metern sind mit Holz möglich. In den USA sind ab 2021 Holzgebäude mit bis zu 18 Stockwerken erlaubt. In Frankreich muss ab 2022 die Hälfte der öffentlichen Gebäude in Holzbauweise erstellt werden.

Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung/Industrie 4.0. Seine Produkte, Systeme und Services ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Der Dürr-Konzern beliefert Branchen wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie-, Pharma- und holzbearbeitende Industrie. Im Jahr 2019 erzielte er einen Umsatz von 3,92 Mrd. €. Das Unternehmen beschäftigt rund 16.300 Mitarbeiter und verfügt über 112 Standorte in 34 Ländern. Der Konzern agiert mit den drei Marken Dürr, Schenck und HOMAG sowie mit fünf Divisions am Markt:

  • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien sowie Endmontage-, Prüf- und Befülltechnik für die Automobilindustrie
  • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
  • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen, Schallschutzsysteme und Beschichtungsanlagen für Batterieelektroden
  • Measuring and Process Systems: Auswuchtanlagen und Diagnosetechnik
  • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

Diese Veröffentlichung wurde von der Dürr AG/dem Dürr-Konzern selbstständig erstellt und kann Aussagen zu wichtigen Themen wie Strategie, zukünftigen finanziellen Ergebnissen, Ereignissen, Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind – wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld – stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in Veröffentlichungen der Dürr AG, insbesondere im Abschnitt „Risiken“ des Geschäftsberichts, beschrieben werden, sich aber nicht auf diese beschränken. Sollten sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder andere Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrundeliegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen des Dürr-Konzerns wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die als zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „ausgehen“, „rechnen mit“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „vorhersagen“ oder an ähnlichen Begriffen. Die Dürr AG übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen ständig zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aussagen zu Marktpositionen basieren auf den Einschätzungen des Managements und werden durch externe, spezialisierte Agenturen unterstützt.

Unsere Finanzberichte, Präsentationen, Presse- und Ad-hoc-Meldungen können alternative Leistungskennzahlen enthalten. Diese Kennzahlen sind nach den IFRS (International Financial Reporting Standards) nicht definiert. Bitte bewerten Sie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Dürr-Konzerns nicht ausschließlich auf Basis dieser ergänzenden Finanzkennzahlen. Sie ersetzen keinesfalls die im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit den IFRS ermittelten Finanzkennzahlen. Die Ermittlung der alternativen Leistungskennzahlen kann auch bei gleicher oder ähnlicher Bezeichnung von Unternehmen zu Unternehmen abweichen. Weitere Informationen zu den von der Dürr AG verwendeten alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im → Finanzglossar auf der Webseite.