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Stadtbild Casablanca

Von Südkorea nach Nordafrika

Für die Autobauer ist Nordafrika ein interessanter Zukunftsmarkt. Sie bauen neue Werke – auch Dürr liefert dazu Lackiertechnik. Auf den Baustellen braucht es Projektexperten, die bereit sind, in eine andere Kultur einzutauchen, und das Steuer fest in der Hand halten. Mi Hyang Shin arbeitet für Dürr im südkoreanischen Seoul – eigentlich. Denn für anderthalb Jahre hat sie ihr Leben auf den Kopf gestellt und in Marokko eine ihrer interessantesten Erfahrungen gemacht.

Frau Shin, wie kamen Sie zum Job in Marokko?

Es war schon immer mein Wunsch, im Ausland zu arbeiten. Andere Kulturen und Menschen interessieren mich. Und dann kam der Auftrag, für einen südkoreanischen Autobauer im marokkanischen Kenitra eine Lackieranlage zu bauen. Als ich gefragt wurde, ob ich mir die Unterstützung des Baustellenleiters vor Ort vorstellen könnte, habe ich die Gelegenheit gerne wahrgenommen.

Sie haben also ohne Zögern zugesagt?

Nein, ein bisschen Bedenkzeit brauchte ich schon. Schließlich habe ich meine Komfortzone verlassen. Für einen Job in ein unbekanntes Land zu ziehen, ist für sich genommen schon sehr aufregend – und noch mehr als Frau in einem von Männern dominierten Beruf. Ich musste mich nicht nur in einer unbekannten Stadt neu orientieren, sondern auch in einem neuen Umfeld behaupten.

Wie plant man von Südkorea aus einen Aufenthalt in Marokko?

Dürr hat mir bei wichtigen organisatorischen Aufgaben geholfen – beispielsweise bei der Wohnungssuche oder dem Visum. Mit unserer Personalabteilung hatte ich immer einen guten Ansprechpartner.

War der Job denn so, wie Sie ihn sich vorgestellt hatten?

(lacht) Na ja, nicht ganz. Da der Baustellenleiter den Posten nicht antreten konnte, bin ich eingesprungen und war plötzlich selbst Baustellenleiterin mit allem, was dazugehört.

Konnten Sie Unterschiede in der Arbeitsweise feststellen?

Ich musste mich sehr daran gewöhnen, dass die Lieferanten gelassener mit Fristen umgehen. Das hat mir zuerst die Nerven geraubt. Aber mit der Zeit ist es besser geworden.

An was erinnern Sie sich besonders gerne?

Der Zusammenhalt in meinem Team war unglaublich gut – gemeinsam haben wir für jedes Problem oder jede Planänderung eine Lösung gefunden. Solche Kollegen findet man nicht überall. Und der wirklich beste Moment war, als das erste lackierte Auto die fertiggestellte Anlage verließ. An das Gefühl werde ich mich lange erinnern.

Mi Hyang Shin arbeitet seit 2014 als Konstrukteurin für Lackieranlagen bei Dürr in Seoul. Sie ging für anderthalb Jahre nach Marokko und übernahm die Baustellenleitung für die Montage und Inbetriebnahme einer neuen Lackieranlage.

Wie kamen Sie mit der Ihnen unbekannten Kultur zurecht?

Anfangs hatte ich schon ein paar Bedenken. Mit der islamischen Kultur hatte ich vorher kaum Berührungspunkte. Aber meine Kollegen vor Ort haben es mir einfach gemacht. Durch ihre Offenheit und Hilfsbereitschaft habe ich mich schnell wohlgefühlt. Ich habe mich bemüht, immerhin ein paar Worte Arabisch und Französisch zu lernen, das war sehr hilfreich. Vor Ort habe ich eine lokale Sprachlehrerin gefunden, dank der ich auch etwas in die marokkanische Kultur eintauchen konnte. Eine unvergessliche Erfahrung war die Teilnahme an einer traditionellen Hochzeit. Es wurde bis tief in die Nacht gefeiert und das Brautpaar hat seine Outfits ungefähr fünfmal gewechselt. In Südkorea dauert eine Hochzeit nur knapp eine Stunde.

Das klingt, als hätten Sie gute Freunde gefunden!

Ja, das stimmt. So sehr ich Seoul auch vermisst habe – es war schon ein komisches Gefühl, nach anderthalb Jahren wieder abzureisen. Kenitra ist für mich auch Heimat geworden. Ich habe immer noch Kontakt zu meinen marokkanischen Freunden und freue mich, wenn ich sie – wie kürzlich mal wieder – vor Ort besuchen kann.