Pressemeldung

Dürr mit gutem Ergebnis und positivem Ausblick

Bietigheim-Bissingen, 25. Februar 2014 - Dürr hat sein Ergebnis im Geschäftsjahr 2013 nach vorläufigen Zahlen weiter gesteigert und die Ziele für Auftragseingang und Umsatz erreicht. Bei geringfügig erhöhtem Umsatz (2.406,9 Mio. €) stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 14,8% auf 203,0 Mio. €. Die EBIT-Marge lag mit 8,4% über den angestrebten 7,5 bis 8,0%. Der Auftragseingang erreichte mit 2.387,1 Mio. € dieselbe Größenordnung wie der Umsatz und lag erwartungsgemäß 8,1% unter dem sehr hohen Vorjahreswert. Bei verhaltener Nachfrage in Europa nahmen die Bestellungen der Automobilindustrie in Nord- und Südamerika zu. Auf die Emerging Markets entfielen erneut mehr als die Hälfte von Auftragseingang (54%) und Umsatz (55%). Die Investitionen erhöhte Dürr um 58% auf 51,2 Mio. €. Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „Dürr hat seine positive Entwicklung kontinuierlich fortgesetzt. Das Jahr 2013 stand im Zeichen hoher Investitionen in unsere Standorte. Damit können wir unsere Kunden weltweit noch effektiver unterstützen.“

Vorläufige Zahlen für 2013

  • Ziele für Umsatz und Auftragseingang erreicht
  • EBIT erstmals über 200 Mio. €
  • Starker Cashflow ermöglicht Zukunftsinvestitionen

Im Rahmen eines umfassenden Investitionsprogramms hat Dürr 13 Standorte neu gebaut oder erweitert. Durch zusätzliche Produktionskapazitäten hat der Konzern den Eigenfertigungsanteil erhöht, was sich positiv auf Termintreue und Qualität auswirkt. In China, wo Dürr über 1.800 Mitarbeiter beschäftigt, entstanden seit 2012 zwei neue Werke. Weitere neue Standorte wurden unter anderem in Mexiko, Südafrika und Thailand bezogen. Am Stammsitz in Bietigheim-Bissingen investierte Dürr in eine weitere Roboter-Montagehalle und neue Gebäude für das Geschäftsfeld Umwelt- und Energieeffizienztechnik. Darüber hinaus wurden weltweit mehrere Testcenter neu gebaut beziehungsweise modernisiert. Damit stehen den Kunden deutlich mehr Kapazitäten zur Optimierung von Lackierprozessen vor dem Großserienstart und zum Testen neuer Verfahren zur Verfügung.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen um 15,6% und erreichten mit 43,0 Mio. € einen neuen Höchststand. Ralf W. Dieter: „Unsere Innovationsstrategie hat ein klares Ziel: Wir wollen die Effizienz in den Produktionsprozessen unserer Kunden steigern, zum Beispiel durch mehr Automatisierung und Flexibilität sowie durch die Reduktion des Energie- und Materialverbrauchs.“

Das Finanzergebnis verbesserte sich insbesondere durch den Wegfall von Sonderaufwendungen um 10,8 Mio. € auf -18,4 Mio. €. Bei einer Steuerquote von 23,7% stieg das Ergebnis nach Steuern von 111,4 Mio. € auf 140,9 Mio. €. Währungseffekte hatten einen vergleichsweise geringen Einfluss, beim Auftragseingang bewirkten sie Einbußen von rund 2%.

Infolge des hohen Ergebnisses nach Steuern stieg das Eigenkapital zum Jahresende 2013 um 18,4% auf 511,4 Mio. €. Die Eigenkapitalquote nahm von 23,9% auf 25,7% zu. Mit 458,5 Mio. € verfügt Dürr über eine hohe Liquidität, das Nettofinanzguthaben stieg auf 280,5 Mio. €. Die Verzinsung des betrieblich gebundenen Kapitals (ROCE: Return on Capital Employed) erreichte 66%, der operative Cashflow stieg auf 329,1 Mio. €. Finanzvorstand Ralph Heuwing: „Kapitalrendite und Cashflow erreichten ein hervorragendes Niveau. Zu berücksichtigen ist hierbei allerdings, dass wir zum Jahresende außerordentlich hohe Anzahlungen erhielten. Dieser Stichtagseffekt wird sich im laufenden Jahr ausgleichen.“

Die Konzernbelegschaft vergrößerte sich im Jahr 2013 um 6,4% auf 8.142 Mitarbeiter. Darin sind 110 Mitarbeiter enthalten, die durch den Erwerb des Umwelttechnikspezialisten LTB hinzukamen. In Deutschland beschäftigt Dürr 3.749 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.412) beziehungsweise 46% der Konzernbelegschaft. Der Belegschaftsanteil in den Emerging Markets stieg von 33% auf 34% (2.771 Mitarbeiter).

Ausblick
Dürr beurteilt seine Geschäftsperspektiven weiterhin positiv. Prognosen zufolge dürfte die weltweite Automobilproduktion bis zum Jahr 2018 um durchschnittlich knapp 5% pro Jahr wachsen. Vor diesem Hintergrund geht Dürr davon aus, dass sich der Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten in den Emerging Markets fortsetzt. In Nordamerika und Westeuropa ist von steigenden Modernisierungsinvestitionen in bestehenden Automobilwerken auszugehen. Ein stabiles Konjunkturumfeld vorausgesetzt, erwartet der Konzern für 2014 einen Auftragseingang zwischen 2,3 und 2,5 Mrd. € und einen Umsatz zwischen 2,4 und 2,5 Mrd. €. Die EBIT-Marge soll erneut 8,0 bis 8,5% erreichen. Basis dafür sind die hohe Auslastung und die gute Qualität des Auftragsbestands (31.12.2013: 2.150,1 Mio. €), zudem soll der Anteil des Service-Geschäfts am Umsatz steigen.

Alle genannten Geschäftszahlen sind vorläufig und ungeprüft. Sie wurden noch nicht durch den Aufsichtsrat genehmigt. Der Geschäftsbericht 2013 mit den endgültigen Zahlen sowie der Dividendenvorschlag werden am 18. März 2014 veröffentlicht.

KENNZAHLEN1 DÜRR-KONZERN (IFRS) Gesamtjahr
in Mio. € 2013 2012 ∆ in %
Auftragseingang 2.387,1 2.596,8 -8,1
Auftragsbestand (31.12.) 2.150,1 2.316,8 -7,2
Umsatz 2.406,9 2.399,8 0,3
Bruttoergebnis 487,3 437,8 11,3
Forschungs- und Entwicklungskosten 43,0 37,2 15,6
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 203,0 176,9 14,8
Ergebnis nach Steuern 140,9 111,4 26,5
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 329,1 117,6 179,8
Free Cashflow 261,9 65,9 297,4
Investitionen 51,2 32,5 57,5
Bilanzsumme (31.12.) 1.991,8 1.807,7 10,2
Eigenkapital (mit nicht beherrschenden Anteilen) (31.12.) 511,4 432,1 18,4
Nettofinanzstatus (31.12.) 280,5 96,7 190,1
Net Working Capital (31.12.) -33,1 98,6 -
ROCE (Return on Capital Employed) 66,2% 43,9% 22,3 %-Punkte
Mitarbeiter (31.12.) 8.142 7.652 6,4
Ergebnis je Aktie (in €) 4,05 3,10 30,6
Kennzahlen1 Dürr-Konzern (IFRS) Q4
in Mio. € Q4 2013 Q4 2012 ∆ in %
Auftragseingang 589,6 642,5 -8,2
Umsatz 660,8 642,3 2,9
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 68,9 58,0 18,8
Ergebnis nach Steuern 53,3 40,1 32,9
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 283,7 136,0 108,6
Free Cashflow 266,6 125,1 113,1
Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems2
in Mio. € 2013 2012 ∆ in %
Auftragseingang 1.124,7 1.326,1 -15,2
Umsatz 1.176,9 1.125,2 4,6
EBIT 98,3 75,2 30,7
Mitarbeiter (31.12.) 3.075 2.856 7,7
Unternehmensbereich Application Technology2
in Mio. € 2013 2012 ∆ in %
Auftragseingang 567,6 556,6 2,0
Umsatz 540,0 531,2 1,7
EBIT 59,6 53,4 11,6
Mitarbeiter (31.12.) 1.546 1.379 12,1
Unternehmensbereich Measuring and Process Systems2
in Mio. € 2013 2012 ∆ in %
Auftragseingang 561,1 600,6 -6,6
Umsatz 583,6 647,9 -9,9
EBIT 46,3 57,6 -19,6
Mitarbeiter (31.12.) 2.967 3.017 -1,7
Unternehmensbereich Clean Technology Systems2
in Mio. € 2013 2012 ∆ in %
Auftragseingang 133,7 113,5 17,8
Umsatz 106,3 95,5 11,3
EBIT 6,1 4,0 52,5
Mitarbeiter (31.12.)3 426 278 53,2
1Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
2Das Ergebnis der Dürr GmbH & Co. Campus KG wird seit dem Geschäftsjahr 2013 nicht mehr im Corporate Center, sondern in den Unternehmensbereichen ausgewiesen. Die Zahlen des Vorjahres wurden angepasst.
3Durch die Erstkonsolidierung der Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 110 Personen.

Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Gut 80% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit vier Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems plant und baut Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobil- und Flugzeugindustrie. Application Technology sorgt mit ihren Robotertechnologien für den automatischen Lack-, Dichtstoff- und Klebstoffauftrag. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem beim Auswuchten und Reinigen im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Der vierte Unternehmensbereich Clean Technology Systems beschäftigt sich mit Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Abluftreinigung. Weltweit verfügt Dürr über 50 Standorte in 24 Ländern und beschäftigt rund 8.200 Mitarbeiter. Dürr erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 2,4 Mrd. €.