Pressemeldung

Wechsel an der Spitze des Dürr-Aufsichtsrats

Bietigheim-Bissingen, 26. April 2013 - Nach 23 Jahren an der Spitze des Aufsichtsrats der Dürr AG hat Heinz Dürr sein Amt mit Ablauf der heutigen Hauptversammlung niedergelegt. Zu seinem Nachfolger wählte der Aufsichtsrat Klaus Eberhardt, der dem Kontrollgremium seit einem Jahr angehört. Vor rund 500 Aktionären begründete Heinz Dürr seinen Rückzug: „Mit 80 Jahren ist es an der Zeit, dieses wichtige Amt einem Jüngeren zu übergeben. In Klaus Eberhardt habe ich einen Nachfolger, der gut zu Dürr passt und für Kontinuität steht.“ Heinz Dürr wird dem Unternehmen als Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats weiterhin eng verbunden bleiben. Als Ankeraktionär hält die Familie Dürr 28,9% der Aktien der Dürr AG.

Klaus Eberhardt (65) war von 2000 bis 2012 Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. Der Mathematiker kennt die Automobilindustrie bestens und ist ein ausgewiesener Technologieexperte. „Dürr ist strategisch hervorragend aufgestellt und verfügt dank seiner Innovationskraft über Spitzenprodukte. Gemeinsam mit dem Vorstand, den Kollegen im Aufsichtsrat und allen Mitarbeitern will ich dazu beitragen, dass das Unternehmen seine positive Entwicklung fortsetzt“, so Eberhardt.

Vorstandschef Ralf W. Dieter dankte dem scheidenden Aufsichtsratschef in seiner Rede: „Heinz Dürr hat die Basis für den Erfolg des Unternehmens gelegt, sich als Aufsichtsratsvorsitzender mit Leidenschaft und Sachverstand für Dürr eingesetzt und ist eine Identifikationsfigur für die Mitarbeiter.

Der vorgeschlagenen Dividende von 2,25 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2012 stimmten die Aktionäre mit großer Mehrheit zu. Insgesamt schüttet Dürr 38,9 
Mio. € aus. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Dividende um 88%. Damit partizipieren die Aktionäre an der guten Geschäfts- und Ertragsentwicklung im Jahr 2012. Bei einem Rekordumsatz von 2,4 Mrd. € steigerte Dürr das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 177 Mio. € und erreichte eine EBIT-Marge von 7,4%. In das Jahr 2013 ist Dürr gut gestartet und rechnet mit weiteren Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis im Gesamtjahr, sofern sich das wirtschaftliche Umfeld nicht verschlechtert.

Mit großer Mehrheit wählten die Aktionäre Dr. Herbert Müller in den Aufsichtsrat. Dr. Müller war bis 2011 Vorsitzender der Geschäftsführung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

Die Hauptversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG mit jeweils über 95% der Stimmen und stimmte der vorgeschlagenen Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 zu. Diese Maßnahme soll voraussichtlich im Sommer 2013 durchgeführt werden.

Die Präsenz auf der Hauptversammlung betrug 64,6%. Die Ergebnisse der Abstimmungen sind hier veröffentlicht.

Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Gut 80% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit vier Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems plant und baut Lackierereien und Endmontagwerke für die Automobilindusrie. Application Technology sorgt mit ihren Robotertechnologien für den automatischen Lackauftrag. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Der vierte Unternehmensbereich Clean Technology Systems beschäftigt sich mit Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Abluftreinigung. Weltweit verfügt Dürr über 51 Standorte in 23 Ländern und beschäftigt rund 7.700 Mitarbeiter. Dürr erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz in Höhe von 2,4 Mrd. €.

 

 

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