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Ilya Zaytsev nimmt mit anderen Kollegen an einer Videokonferenz teil.

Schnell von neuen Ideen zu neuen Applikationen

Agiles Arbeiten in der Digital Factory von Dürr

Vor zwei Jahren bündelte Dürr in Bietigheim seine Expertise aus den Entwicklungsbereichen von Steuerungstechnik und Software in der Digital Factory. Seither arbeiten Spezialisten bereichsübergreifend gemeinsam an neuen, smarten Anwendungen. Um den Entwicklungsprozess möglichst schlank und flexibel zu gestalten, folgen sie einem aktuellen Trend: dem agilen Arbeiten. Was macht diese Arbeitsweise aus und welche Vorteile ergeben sich daraus? Das erfahren Sie von jemandem, der es wissen muss.

Ilya Zaytsev ist seit gut einem Jahr bei Dürr. Als Teil der Digital Factory arbeitet der Wirtschaftsinformatiker mit russischen Wurzeln in der Softwareentwicklung. Sein Job ist allerdings nicht das Programmieren. Als konzernweit erster Agile Coach hat er die Aufgabe, Agilität in der Digital Factory voranzutreiben. Und er scheint der richtige Mann dafür zu sein. Wer bislang mit agilem Arbeiten nur das Auf- und Umhängen bunter Klebezettel und eine Reihe seltsam klingender Methoden in Verbindung brachte, wird von Ilya Zaytsev eines Besseren belehrt. Reflektiert und sehr anschaulich legt er sein Verständnis von Agilität dar: „Man arbeitet weder von heute auf morgen agil, noch erreicht man jemals so etwas wie vollständige Agilität. Deshalb sehe ich Agilität als Weg, nicht als Ziel. Es geht darum, so früh wie möglich in die richtige Richtung zu gehen.“

Entwicklungsarbeit in einem schnelllebigen Umfeld
Warum ist das gerade in der Digital Factory wichtig? „Aufgrund der Schnelllebigkeit der digitalen Welt“, lautet Ilya Zaytsevs Antwort. Um am Markt erfolgreich zu sein, muss man schnell von neuen Ideen zu neuen Applikationen gelangen und die voranschreitenden technologischen Entwicklungen im Entstehungsprozess des Produktes kontinuierlich berücksichtigen. Es macht in der Regel keinen Sinn, die Entwicklung einer Software im Vorfeld von Anfang bis Ende präzise durchzuplanen. „Dann hat man am Ende ein Produkt, das keiner mehr braucht“, bringt es der Agile Coach auf den Punkt.

Deshalb erfolgt die agile Entwicklungsarbeit iterativ und in kleinen Schritten, sogenannten Sprints, indem immer wieder Kundenfeedback eingeholt wird. Auf diese Weise stellen die Mitarbeiter der Digital Factory sicher, dass sie schnell auf Veränderungen reagieren können. Außerdem räumt es ihnen den Freiraum ein, Dinge einfach mal auszuprobieren. Von der agilen Entwicklungsarbeit profitieren letztendlich natürlich vor allem die Kunden. Sie erhalten schnell innovative und smarte Lösungen, die ihren Bedürfnissen auch bei veränderten Rahmenbedingungen oder neu definierten Anforderungen gerecht werden.

Unsere Entwicklungsarbeit ist auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Wir haben die Fähigkeit, schnell zu reagieren, wenn sich diese ändern.

Ilya Zaytsev, Agile Coach

Einfache Regeln und definierte Rollen
In der Digital Factory arbeiten die Kollegen nach einer der bekanntesten agilen Methoden: Scrum. Diese basiert auf der Annahme, dass ein interdisziplinäres Team aus Spezialisten in selbstorganisierender und eigenverantwortlicher Arbeit die besten Ergebnisse erzielt. Einfache Regeln und definierte Rollen strukturieren die Zusammenarbeit und den Entwicklungsprozess. Wesentlicher Bestandteil der agilen Methode ist unter anderem das sogenannte Daily Scrum, eine tägliche, maximal 15-minütige Abstimmung im gesamten Team. So bleibt jedes Teammitglied stets auf dem neusten Stand.

Ein Job mit spannender Mischung
Wie begleitet Ilya Zaytsev nun den Weg von der herkömmlichen zur agilen Entwicklungsarbeit? Als Agile Coach vermittelt er seinen Kollegen theoretische Grundlagen und Best-Practice-Wissen rund um das Thema Agilität. Außerdem steht er ihnen bei Fragen zur Seite. Zusätzlich übernimmt er in einzelnen Teams die Rolle des Scrum Masters. So kann er die Umsetzung der agilen Arbeitsweisen steuern und bestmöglich unterstützen.

„Oft ist das ein Austesten und Herantasten. Wir schauen gemeinsam, welche Methoden sinnvoll sind und wo etwas noch besser gemacht werden könnte“, kommentiert Ilya Zaytsev. Dass er an der Entwicklung der digitalen Produkte nur indirekt beteiligt ist, macht dem Wirtschaftsinformatiker nichts aus. „Statt dem Programmieren steht der enge Austausch mit den Kollegen im Vordergrund meiner Arbeit, gleichzeitig gibt es weiterhin Berührungspunkte zu den klassischen Tätigkeitsfeldern der Softwareentwicklung. Das ist eine spannende Mischung.“

Martina Bausch
Officer Online Magazine
Corporate Communications & Investor Relations
Dürr Aktiengesellschaft
Carl-Benz-Str. 34
74321 Bietigheim-Bissingen
Deutschland

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