Press Release

Dürr mit durchweg erfolgreichem Jahr 2012 / Dividendenvorschlag 2,25 € pro Aktie

Vorläufige Zahlen für 2012

Bietigheim-Bissingen, 19. Februar 2013 - Der Dürr-Konzern hat seine Ziele für das Geschäftsjahr 2012 erreicht. Der Umsatz stieg um 24,9% auf 2.399,8 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 66,1% auf 176,9 Mio. € bei einer EBIT-Marge von 7,4% nach 5,5% im Vorjahr. Der Auftragseingang erreichte mit 2.596,8 Mio. € nahezu den Rekordwert des Vorjahres (2.684,9 Mio. €). Das hohe Bestellvolumen resultierte aus dem Kapazitätsaufbau der Automobilindustrie in den Emerging Markets, insbesondere in China. Zudem erhielt Dürr zahlreiche Modernisierungsaufträge aus den etablierten Märkten. Auch das Maschinenbaugeschäft von Dürr verlief sehr erfolgreich. Der Vorstand schlägt vor, die Dividende je Aktie von 1,20 € auf 2,25 € zu erhöhen. Die Tarifmitarbeiter in Deutschland erhalten eine Rekord-Erfolgsbeteiligung von 2.500 € (2011: 1.500 €). Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „2012 war ein durchweg erfolgreiches Geschäftsjahr. Durch die starke Nachfrage der Automobilindustrie waren unsere Kapazitäten voll ausgelastet. 2013 und darüber hinaus wollen wir an das erreichte Ertragsniveau anknüpfen.“

Im Jahr 2012 entfielen 55% des Auftragseingangs auf die Emerging Markets. Während die Nachfrage in einigen Schwellenländern zurückging, bewegte sie sich in China vor allem im zweiten Halbjahr auf hohem Niveau. Dürr erhielt dort 33% seiner Bestellungen. In Europa stieg der Auftragseingang trotz der Rezession um über 20%.

Der Ergebnisanstieg basierte auf der kräftigen Umsatzausweitung mit entsprechenden Skaleneffekten sowie einer moderaten Kostenentwicklung. Trotz des hohen Geschäftsvolumens wurden alle Aufträge dank des hohen Engagements der Dürr-Mitarbeiter zuverlässig abgewickelt. Auch die umfassenden Prozessverbesserungen und IT-Investitionen der Vorjahre wirkten sich positiv aus.

Dürr hat seinen Innovationskurs beschleunigt und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 26,1% auf 37,2 Mio. € erhöht. Die Investitionen wurden auf 32,5 Mio. € (2011: 23,4 Mio. €) angehoben und flossen hauptsächlich in Kapazitätserweiterungen an den Standorten in Deutschland, China, Mexiko und Brasilien.

Das Geschäftsfeld Energieeffizienz wurde ausgebaut. Unter anderem hat sich Dürr im Jahr 2012 an drei kleineren Technologieunternehmen beteiligt. Alle drei Unternehmen – Thermea, HeatMatrix und LaTherm – entwickeln Lösungen rund um die Nutzung von Wärmeenergie.

Das Finanzergebnis gab vor allem aufgrund von Einmaleffekten um 8,5 Mio. € auf -29,2 Mio. € nach. Bei einer Steuerquote von 24,6% ergab sich ein 
Jahresüberschuss von 111,4 Mio. € nach 64,3 Mio. € im Vorjahr.

Der operative Cashflow erreichte mit 117,6 Mio. € ein erfreuliches Niveau. Der Nettofinanzstatus betrug +96,7 Mio. € (31.12.2011: +51,8 Mio. €) und verbesserte sich zum sechsten Mal in Folge. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Ergebnisanstiegs um 18,6% auf 432,1 Mio. €. Die Eigenkapitalquote stieg von 21,9% auf 23,9%. Finanzvorstand Ralph Heuwing: „Dank unseres ausgewogenen Geschäftsmodells und unserer Kapitaldisziplin wachsen wir mit moderatem Mitteleinsatz. 2012 erzielten wir so mit 43,9% eine hervorragende Rendite auf das eingesetzte Kapital.“

Die Konzernbelegschaft wuchs im Jahr 2012 um 12,2% auf 7.652 Mitarbeiter. Im Deutschland wurden 284 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt (+9,1%), in China waren es 215 (+21,4%). 33% der Beschäftigten entfallen auf die Emerging Markets, 45% arbeiten in Deutschland.

Ausblick

Dürr ist mit einem hohen Auftragsbestand von 2.316,8 Mio. € in das Jahr 2013 gestartet und verzeichnete auch in den vergangenen Wochen eine 
anhaltend positive Geschäftsentwicklung. Die Projektanfragen aus der Automobilindustrie bewegen sich weiterhin auf gutem Niveau. In Nordamerika und Westeuropa plant die Automobilindustrie verstärkt Modernisierungsprojekte, um die Produktionseffizienz älterer Werke zu erhöhen. Ein stabiles Konjunkturumfeld vorausgesetzt, erwartet Dürr im Jahr 2013 leichte Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Die EBIT-Marge soll zwischen 7,0 und 7,5% betragen. Beim Auftragseingang strebt Dürr 2,3 bis 2,5 Mrd. € an.

Alle genannten Geschäftszahlen sind vorläufig und ungeprüft. Sie wurden noch nicht durch den Aufsichtsrat genehmigt. Der Geschäftsbericht 2012 mit den endgültigen Zahlen wird am 13. März 2013 veröffentlicht.

KENNZAHLEN (IFRS) DÜRR-KONZERN
in Mio. Euro 2012 2011 ∆ in %
Auftragseingang 2.596,8 2.684,9 -3,3
Auftragsbestand (31.12.) 2.316,8 2.142,7 8,1
Umsatz 2.399,8 1.922,0 24,9
Bruttoergebnis 437,8 331,4 32,1
Forschungs- und Entwicklungskosten -37,2 -29,5 26,1
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 176,9 106,5 66,1
Ergebnis nach Steuern 111,4 64,3 73,3
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) 117,6 127,9 -8,1
Free Cashflow 65,9 91,8 -28,2
Investitionen (ohne Akquisitionen) 32,5 23,4 38,9
Bilanzsumme (31.12.) 1.807,7 1.661,0 8,8
Eigenkapital (einschl. nicht beherrschende Anteile) (31.12.) 432,1 364,3 18,6
Nettofinanzguthaben (31.12.) 96,7 51,8 86,7
Net Working Capital (31.12.) 98,6 32,6 202,5
ROCE (Return on Capital Employed) (31.12.) 43,9 28,4 15,5 %-Punkte
Mitarbeiter (31.12.) 7.652 6.823 12,2
Ergebnis je Aktie (in €) 6,20 3,58 73,2
Dividende je Aktie (in €) 2,251 1,20 87,5
DÜRR-KONZERN
in Mio. Euro Q4 2012 Q4 2011 ∆ in %
Auftragseingang 642,5 618,4 3,9
Umsatz 642,3 614,7 4,5
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 58,0 43,0 34,9
Ergebnis nach Steuern 40,1 29,7 35,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) 136,0 99,7 36,4
Free Cashflow 125,1 96,5 29,6
PAINT AND ASSEMBLY SYSTEMS
in Mio. Euro 2012 2011 ∆ in %
Auftragseingang 1.326,1 1.340,4 -1,1
Umsatz 1.125,2 878,7 28,1
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 73,9 40,5 82,5
Mitarbeiter (31.12.) 2.856 2.524 13,2
APPLICATION TECHNOLOGY
in Mio. Euro 2012 2011 ∆ in %
Auftragseingang 556,6 580,8 -4,2
Umsatz 531,2 406,8 30,6
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 52,4 31,1 68,5
Mitarbeiter (31.12.) 1.379 1.203 14,6
MEASURING AND PROCESS SYSTEMS
in Mio. Euro 2012 2011 ∆ in %
Auftragseingang 600,6 662,7 -9,4
Umsatz 647,9 550,4 17,7
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 57,6 31,4 83,4
Mitarbeiter (31.12.) 3.017 2.790 8,1
CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS
in Mio. Euro 2012 2011 ∆ in %
Auftragseingang 113,5 101,0 12,4
Umsatz 95,5 86,1 10,9
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis u. Steuern) 3,8 4,9 -22,4
Mitarbeiter (31.12.) 278 205 35,6
Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
1 Dividendenvorschlag

Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Gut 80% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit vier Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems plant und baut Lackierereien und Endmontagwerke für die Automobilindusrie. Application Technology sorgt mit ihren Robotertechnologien für den automatischen Lackauftrag. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Der vierte Unternehmensbereich Clean Technology Systems beschäftigt sich mit Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Abluftreinigung. Weltweit verfügt Dürr über 51 Standorte in 23 Ländern und beschäftigt rund 7.700 Mitarbeiter. Dürr erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz in Höhe von 2,4 Mrd. €.

 

 

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