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Effizienzschub aus der Cloud

Der VW-Konzern will seine Produktion weiter digitalisieren und treibt mit Amazon Web Services (AWS) die „Volkswagen Industrial Cloud“ voran. Warum Dürr einer der Pionierpartner dieser viel beachteten Allianz ist, erklärt Gerhard Alonso Garcia, Bereichsleiter Steuerungstechnik und einer der Leiter der Dürr Digital Factory. 

 

Herr Alonso, Sie begleiten das Projekt mit Volkswagen und AWS seit längerer Zeit. Worum geht es genau?

Manche VW-Werke nutzen bereits Software, die ihnen hilft, ihre Fertigung zu steuern und möglichst effizient zu gestalten. Zusammen mit AWS richtet Volkswagen nun einen App-Store ein. Er soll Software-Lösungen künftig über das Internet für alle VW-Werke zentral zugänglich machen. Dafür bauen VW und AWS die auf die Bedürfnisse der Autoindustrie angepasste Cloud aus. Aufgabe von Dürr ist es dabei, Software-Applikationen für bestimmte Fertigungsanwendungen zur Verfügung zu stellen – also die digitale Ladentheke zu bestücken.

Haben Sie ein Beispiel dafür, was Dürr einbringt?

Im ersten Schritt steuert Dürr eine Applikation bei, die beispielsweise Lackierdefekte im aktuellen Lackierprozess auswertet. Auf diese Weise erkennt der Kunde Fehlermuster. Dank dieser Informationen kann er Probleme im Lackierprozess lösen, bevor es zu zahlreichen Qualitätsmängeln und Ausfällen kommt. Das erhöht wiederum die sogenannte Erstläuferrate, also die Zahl der Fahrzeuge, die auf Anhieb ohne Mängel vom Band rollt. Das ist enorm wichtig für Autohersteller, denn alle Nacharbeiten machen den Produktionsprozess komplex und teuer und wirken sich auf den ökologischen Fußabdruck aus.

Zunächst liefern elf Partner Software für das Projekt. Warum ist Dürr ganz vorne dabei?

Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit VW zusammen und rüsten Werke des Konzerns aus. Wir haben zum Beispiel eine jahrzehntelange Lackiererfahrung, kennen die Prozesse und Anforderungen unserer Kunden genau und helfen ihnen mit Innovationen, ihre Produktion noch ein bisschen effizienter zu machen. Dieser riesige Erfahrungsschatz fließt in die Entwicklung unserer Software-Produkte ein. In unserer Digital Factory haben wir eine hervorragende Mannschaft von Software-Spezialisten, die eng mit den Fachleuten aus dem Lackiergeschäft zusammenarbeitet. Diese Kombination aus Programmierkenntnissen und praktischer Erfahrung unterscheidet uns von vielen Wettbewerbern und macht uns zu einem begehrten Partner der Industrie.

Was ist das Besondere an der Zusammenarbeit im VW-Amazon-Projekt aus Sicht von Dürr?

Durch die Zusammenarbeit gewinnen wir wichtige Erkenntnisse über die Produktionspraxis. Auf diese Weise können wir unsere Software immer besser auf die Bedürfnisse der Industrie zuschneiden. Gleichzeitig steht unsere Software über die Volkswagen Industrial Cloud allen Werken weltweit zu Verfügung.

Auch andere Unternehmen arbeiten an Cloud-Lösungen für ganze Industriezweige. Bindet sich Dürr durch die Teilnahme an einem konkreten Projekt nicht zu sehr?

Nein. Denn es wäre ohnehin zu teuer, für jeden Hersteller eine individuelle Lösung zu programmieren. Wir bündeln deshalb unser Wissen in einer standardisierten Architektur und schaffen Schnittstellen zu anderen Systemen. Unsere Applikationen werden also auch immer für andere Cloud-Lösungen geeignet sein.

Vielen Dank für das Gespräch.

Total digital – das neue VW-Werk in Anting

Für das Volkswagen-Werk im chinesischen Anting hat Dürr die größte Lackiererei des Landes gebaut. Die Fabrik zeigt auf beispielhafte Weise, welche Bedeutung smarte Applikationen für Autohersteller mittlerweile haben. „Nie zuvor haben wir bei Dürr eine Lackieranlage geplant, die so viele Digitallösungen umfasst“, sagt Helena Rasp. Die Mechatronikerin koordinierte bei dem Großprojekt die Software-Entwicklung.

Trotz der Reisebeschränkungen infolge der Pandemie hielten Helena Rasp und das Team aus Deutschland und China den Zeitplan exakt ein. Dabei half der Umstand, dass Dürr nur einen kleinen Teil der Software auf die Bedürfnisse von Volkswagen zuschneiden musste. Die meisten Anwendungen passten bereits perfekt oder waren in der Entwicklungs-Roadmap eingeplant. Sie stammen aus der Produktfamilie DXQ, mit der Dürr die Digitalisierung in den Autofabriken vorantreibt.

Helena Rasp besitzt einen Master of Science Mechatronik und arbeitet in der Dürr Digital Factory. 

Ein Anwendungsbeispiel ist die Applikation → DXQplant.analytics. Sie liefert Leistungskennzahlen aus der gesamten Lackiererei. Mithilfe künstlicher Intelligenz erkennt sie Fehlermuster. Dank dieser Informationen kann der Kunde Probleme im Lackierprozess lösen, bevor sich teure Qualitätsmängel oder technische Defekte häufen. „Es war das erste Mal, dass wir diese Anwendung in einer Lackiererei flächendeckend eingesetzt haben“, sagt Rasp.

Eine weitere in Anting verwendete Neuheit ist eine mobile App für den Zugriff auf Wartungsdaten. Sie ergänzt eine bestehende Software-Lösung, die Daten für Betrieb und Instandhaltung auswertet und auf diese Weise Wartungstermine vorhersagen kann – und das nicht nur für Anlagen von Dürr, sondern auch für Komponenten anderer Lieferanten.

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