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  • Holzbearbeitungsmaschine CENTATEQ von HOMAG
Pressemeldung

Dürr-Konzern will nach Rekordauftragseingang weiter profitabel wachsen

Vorläufige Geschäftszahlen 2021

- 4,3 Mrd. € Auftragseingang, hohe Zuwächse bei HOMAG

- EBIT vor Sondereffekten auf knapp 200 Mio. € verdoppelt

- 20 % Umsatzplus im Service

- E-Mobility-Geschäft weiter gewachsen

- Chancen mit nachhaltigen Technologien

- 2022 Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses

Bietigheim-Bissingen, 24. Februar 2022 – Der Dürr-Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 einen Rekordauftragseingang von 4.291,0 Mio. € erzielt und will auf dieser Basis Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr deutlich ausweiten. 2021 trugen alle fünf Divisions des Konzerns zum Bestellwachstum von 30,7 % bei. Am erfolgreichsten war die Konzerntochter HOMAG, die von einer kräftigen Nachfrageerholung profitierte und den Auftragseingang um knapp 60 % steigerte. Der Umsatz des Dürr-Konzerns erhöhte sich um 6,4 % auf 3.536,7 Mio. €, während sich das EBIT vor Sondereffekten nach dem pandemiebedingten Rückgang des Vorjahres auf 199,1 Mio. € verdoppelte. Die operative EBIT-Marge stieg bereits wieder auf 5,6 % und war damit höher als ursprünglich erwartet. Dazu trug neben Kostensenkungen auch ein neuer Umsatzrekord im Service-Geschäft bei (1.131,9 Mio. €). Dr. Jochen Weyrauch, seit Jahresbeginn Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „2021 war von einer kräftigen Nachfrageerholung geprägt. Angesichts der weltweiten Lieferkettenprobleme und der fortdauernden Pandemie haben wir uns sehr robust entwickelt. 2022 wollen wir unser profitables Wachstum fortsetzen und das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen oder sogar übertreffen.“ Beim Umsatz erwartet der Konzern für 2022 mindestens 10 % Wachstum und eine Spanne von 3.900 bis 4.200 Mio. €, die EBIT-Marge vor Sondereffekten soll auf 6,5 bis 7,5 % steigen.

Von dem Rekordauftragseingang im Jahr 2021 entfielen 41 % auf HOMAG. Der Spezialist für Holzbearbeitungsmaschinen profitierte von hohen Investitionen der Möbelindustrie und dem Trend zum klimafreundlichen Bauen mit Holz. Dadurch übertraf das Bestellvolumen bei HOMAG den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2017 um 27,5 % und erreichte 1.742,4 Mio. €. Auch der Umsatz von HOMAG kletterte auf ein neues Hoch (1.388,8 Mio. €).

Im Geschäft mit der Automobilindustrie konnte der Dürr-Konzern ebenfalls deutlich zulegen, nachdem die Branche ihre Investitionen im Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie zurückgefahren hatte. Besonders gefragt waren Produktionsanlagen für Elektroautos. In diesem Bereich setzte der Konzern seinen Wachstumskurs mit einem Plus von 20 % fort und buchte Aufträge im Wert von über 775 Mio. €. Ein neues Geschäftsfeld, das mit der Elektromobilität an Bedeutung gewinnt, ist die Beschichtungstechnik für Batteriezellen. Hier gingen 2021 die ersten beiden Aufträge von namhaften Autoherstellern ein.

Neue Wachstumschancen eröffnet auch der Trend zu emissionsarmen Maschinen und Anlagen. Im November präsentierte der Dürr-Konzern als einer der ersten Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland eine Klimastrategie. Darin bekennt sich das Unternehmen zum 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen und zu seiner Rolle als Partner für nachhaltige Produktion in der Autoindustrie und anderen Branchen. „Unsere Technologien sind ein Schlüssel zur klimafreundlichen Produktion. Wir helfen unseren Kunden, ihren ökologischen Fußabdruck deutlich zu verkleinern“, so Dr. Jochen Weyrauch.

Da der Auftragseingang stärker wuchs als der Umsatz, startete der Dürr-Konzern mit einem Rekordauftragsbestand von 3.361,0 Mio. € in das neue Geschäftsjahr. Material- und Lieferengpässe führten 2021 zwar zu höheren Beschaffungspreisen, die Auswirkungen auf das Ergebnis hielten sich aber in Grenzen, da das margenstarke Service-Geschäft um 20 % wuchs und mit 32 % den bisher höchsten Anteil am Umsatz erreichte. Darüber hinaus machten sich Kostensenkungen von rund 60 Mio. € positiv bemerkbar. Daher verdoppelte sich das EBIT vor Sondereffekten auf 199,1 Mio. €; das Ergebnis nach Steuern stieg um knapp 100 Mio. € auf 84,9 Mio. €. 2020 war wegen pandemiebedingter Einbußen und hoher Sonderaufwendungen ein leichter Verlust entstanden.

Die positive finanzielle Entwicklung des Konzerns setzte sich im Jahr 2021 fort. Der Free Cashflow erreichte mit 120,8 Mio. € den höchsten Wert seit 2016. „Wir legen Wert auf Ausgabendisziplin und konnten hohe Kundenzahlungen planmäßig vereinnahmen. Daraus ergab sich ein solider Mittelüberschuss. Zugleich haben wir mehr investiert, um uns für weiteres Wachstum zu rüsten“, sagte Dietmar Heinrich, Finanzvorstand der Dürr AG. Die Investitionen wurden um 41,1 % auf 107,8 Mio. € angehoben. Fast die Hälfte entfiel auf die Konzerntochter HOMAG, die ein umfangreiches Investitionsprogramm an Standorten in Deutschland, Polen und China startete. Die Nettofinanzverschuldung fiel mit -99,5 Mio. € moderat aus. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (-49,0 Mio. €) resultierte vor allem aus den Unternehmenskäufen des Jahres 2021. Die größte Akquisition war die Mehrheitsbeteiligung an dem Automatisierungsspezialisten Teamtechnik.

Ende 2021 beschäftigte der Dürr-Konzern 17.802 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das sind 1.277 Personen beziehungsweise 7,7 % mehr als ein Jahr zuvor. Gut 80 % der zusätzlichen Beschäftigten kamen durch die Akquisitionen hinzu. In Deutschland wuchs die Beschäftigtenzahl um 9,0 % auf 8.643 Personen. Das entspricht einem Anteil von 49 % an der weltweiten Belegschaft.

Ausblick
Der Ausblick setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft nicht schwächer entwickelt als angenommen und die Lieferkettenprobleme im zweiten Halbjahr deutlich abnehmen. Weitere Annahmen sind, dass die politischen Unsicherheiten nicht weiter zunehmen und sich die Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts auf die Weltwirtschaft in Grenzen halten.

Der Auftragseingang soll 2022 wieder ein hohes Niveau von 4.100 bis 4.400 Mio. € erreichen. Bei HOMAG dürften sich die Bestellungen nach dem Ausnahmejahr 2021 wieder normalisieren. Für alle anderen Divisions rechnet der Vorstand mit steigenden Auftragseingängen.

Beim Umsatz wird ein Anstieg auf 3.900 bis 4.200 Mio. € erwartet. Das Ergebnis soll sich überproportional dazu verbessern, angestrebt werden eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 6,5 bis 7,5 % und ein Nachsteuerergebnis von 130 bis 180 Mio. €. Damit würde der Konzern das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 bei Umsatz und Ertrag wieder erreichen oder sogar übertreffen. Die Lieferkettenprobleme dürften besonders in der ersten Jahreshälfte 2022 anhalten. Daher werden sich Umsatz und Ergebnis im zweiten Halbjahr voraussichtlich besser entwickeln als im ersten.

Das Ziel für den Free Cashflow beträgt 50 bis 100 Mio. €. Darin ist berücksichtigt, dass die Investitionen insbesondere bei HOMAG steigen werden und auch die operative Mittelbindung infolge des erwarteten Umsatzwachstums zunehmen dürfte.

Die Geschäftszahlen in dieser Meldung sind vorläufig und ungeprüft. Sie wurden noch nicht durch den Aufsichtsrat genehmigt. Der Geschäftsbericht 2021 mit den endgültigen Zahlen erscheint am 17. März 2022.

KENNZAHLEN Dürr-Konzern Geschäftsjahr 2021
Mio. € 2021 2020 ∆ %
Auftragseingang 4.291,0 3.283,2 30,7
Auftragsbestand (31.12.) 3.361,0 2.556,7 31,5
Umsatz 3.536,7 3.324,8 6,4
Bruttoergebnis1 819,4 596,3 37,4
Forschungs- und Entwicklungskosten 123,9 107,7 15,0
EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen) 299,4 125,3 139,0
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 175,7 11,1 >1.000
EBIT vor Sondereffekten2 199,1 99,5 100,1
Ergebnis nach Steuern 84,9 -13,9 -
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 257,0 215,0 19,5
Free Cashflow 120,8 110,7 9,1
Investitionen (ohne Akquisitionen) 107,8 76,4 41,1
Bilanzsumme (31.12.) 4.153,6 3.878,8 7,1
Eigenkapital (einschl. nicht beherrschende Anteile) (31.12.) 1.005,6 908,1 10,7
Eigenkapitalquote (31.12.) (%) 24,2 23,4 +0,8 %-Pkte.
Nettofinanzstatus (31.12.) -99,5 -49,0 -103,1
Net Working Capital (31.12.) 427,9 382,6 11,8
EBIT-Marge (%) 5,0 0,3 +4,6 %-Pkte.
EBIT-Marge vor Sondereffekten2 in % 5,6 3,0 +2,6 %-Pkte.
ROCE (annualisiert, %) 15,5 1,1 +14,4 %-Pkte.
Mitarbeiter (31.12.) 17.802 16.525 7,7
Ergebnis je Aktie unverwässert (€) 1,20 -0,23 -
Ergebnis je Aktie verwässert (€) 1,16 -0,23 -
Dürr-Konzern 4. Quartal 2021
Mio. € Q4 2021 Q4 2020 ∆ %
Auftragseingang 1.085,1 973,8 11,4
Umsatz 1.003,0 894,3 12,1
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 62,8 -20,5 -
EBIT vor Sondereffekten 62,6 35,9 74,4
Ergebnis nach Steuern 35,9 -26,7 -
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 67,3 27,2 147,3
Free Cashflow 26,6 5,4 389,7
1 Seit dem Geschäftsjahr 2021 werden Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Vermögenswerten in den Umsatzkosten ausgewiesen, zuvor waren sie in den Vertriebskosten enthalten. Die entsprechenden Vorjahreswerte wurden dementsprechend angepasst.
2 Sondereffekte: 2021: -23,5 Mio. € (davon Kaufpreisallokation: -22,2 Mio. €), 2020: -88,4 Mio. €
Paint and Final Assembly Systems Geschäftsjahr 2021
Mio. € 2021 2020 ∆ %
Auftragseingang 1.356,7 1.142,3 18,8
Umsatz 1.083,2 1.173,8 -7,7
EBIT 35,2 6,4 447,9
EBIT vor Sondereffekten 41,4 36,9 12,3
Mitarbeiter (31.12.) 5.258 4.383 20,0
Application Technology Geschäftsjahr 2021
Mio. € 2021 2020 ∆ %
Auftragseingang 534,3 470,7 13,5
Umsatz 470,1 459,4 2,3
EBIT 41,2 -5,8 -
EBIT vor Sondereffekten 41,3 19,0 117,4
Mitarbeiter (31.12.) 2.026 2.162 -6,3
Clean Technology Systems Geschäftsjahr 2021
Mio. € 2021 2020 ∆ %
Auftragseingang 448,4 396,9 13,0
Umsatz 387,2 386,2 0,3
EBIT 9,2 13,7 -32,9
EBIT vor Sondereffekten 16,5 20,6 -19,7
Mitarbeiter (31.12.) 1.381 1.348 2,4
Measuring and Process Systems Geschäftsjahr 2021
Mio. € 2021 2020 ∆ %
Auftragseingang 209,3 180,4 16,0
Umsatz 207,4 193,5 7,2
EBIT 17,4 -2,9 -
EBIT vor Sondereffekten 17,8 0,2 >1.000
Mitarbeiter (31.12.) 1.339 1.407 -4,8
Woodworking Machinery and Systems Geschäftsjahr 2021
Mio. € 2021 2020 ∆ %
Auftragseingang 1.742,4 1.092,8 59,4
Umsatz 1.388,8 1.111,9 24,9
EBIT 76,5 9,9 671,7
EBIT vor Sondereffekten 92,1 27,0 241,5
Mitarbeiter (31.12.) 7.477 6.942 7,7

Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung/Industrie 4.0. Seine Produkte, Systeme und Services ermöglichen hocheffiziente und ressourcenschonende Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Der Dürr-Konzern beliefert Branchen wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau sowie Chemie, Pharma, Medizintechnik und Holzbearbeitung. Im Jahr 2021 erzielte er einen Umsatz von 3,54 Mrd. €. Das Unternehmen beschäftigt rund 17.800 Mitarbeiter und verfügt über 120 Standorte in 33 Ländern. Der Dürr-Konzern agiert mit den drei Marken Dürr, Schenck und HOMAG sowie mit fünf Divisions am Markt:

  • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien sowie Endmontage-, Prüf- und Befülltechnik für die Automobilindustrie, Montage- und Prüfsysteme für Medizinprodukte
  • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
  • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen, Schallschutzsysteme und Beschichtungsanlagen für Batterieelektroden
  • Measuring and Process Systems: Auswuchtanlagen und Diagnosetechnik
  • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

Diese Veröffentlichung wurde von der Dürr AG/dem Dürr-Konzern selbstständig erstellt und kann Aussagen zu wichtigen Themen wie Strategie, zukünftigen finanziellen Ergebnissen, Ereignissen, Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind – wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld – stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in Veröffentlichungen der Dürr AG, insbesondere im Abschnitt „Risiken“ des Geschäftsberichts, beschrieben werden, sich aber nicht auf diese beschränken. Sollten sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder andere Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrundeliegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen des Dürr-Konzerns wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die als zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „ausgehen“, „rechnen mit“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „vorhersagen“ oder an ähnlichen Begriffen. Die Dürr AG übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen ständig zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aussagen zu Marktpositionen basieren auf den Einschätzungen des Managements und werden durch externe, spezialisierte Agenturen unterstützt.

Unsere Finanzberichte, Präsentationen, Presse- und Ad-hoc-Meldungen können alternative Leistungskennzahlen enthalten. Diese Kennzahlen sind nach den IFRS (International Financial Reporting Standards) nicht definiert. Bitte bewerten Sie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Dürr-Konzerns nicht ausschließlich auf Basis dieser ergänzenden Finanzkennzahlen. Sie ersetzen keinesfalls die im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit den IFRS ermittelten Finanzkennzahlen. Die Ermittlung der alternativen Leistungskennzahlen kann auch bei gleicher oder ähnlicher Bezeichnung von Unternehmen zu Unternehmen abweichen. Weitere Informationen zu den von der Dürr AG verwendeten alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im → Finanzglossar auf der Webseite.