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Jochen Weyrauch driving a Tesla

Unterwegs mit Dr. Jochen Weyrauch

Wir haben Dr. Jochen Weyrauch auf dem Weg von HOMAG in Schopfloch zurück zum Konzernsitz in Bietigheim-Bissingen begleitet. Mit dabei: ein Diktiergerät, eine Kamera – und jede Menge Fragen. Die haben wir dem neuen Vorstandschef auf der eineinhalbstündigen Fahrt gestellt.

 

Fehlt im E-Auto das Motorengeräusch? Und wie nachhaltig ist Jochen Weyrauch eigentlich privat unterwegs? Antworten auf diese und weitere persönliche Fragen gibt es in unserem Video. Welche Bedeutung das Thema Nachhaltigkeit im Dürr-Konzern einnimmt und wie der Vorstandschef Zukunftsaufgaben wie die Digitalisierung und den Wandel der Arbeitswelt vorantreiben möchte, lesen Sie im zweiten Teil unseres Interviews

Gleich fahren wir in Ihrem E-Auto von der Konzerntochter HOMAG in Schopfloch zurück zum Konzernsitz nach Bietigheim-Bissingen. Auf der Autobahn werden wir eines der wenigen Elektrofahrzeuge sein. Wann wird sich das ändern?

JW: Der Durchbruch der Elektromobilität zeichnet sich schon heute ab. Strombetriebene Fahrzeuge erreichen hierzulande jedes Jahr Rekordwerte bei den Neuzulassungen. Ich gehe davon aus, dass 2030 rund ein Drittel aller neuen Fahrzeuge einen elektrischen Antrieb haben wird. Und dieser Wandel findet nicht nur in Deutschland statt, sondern weltweit. Unter anderem in China, wo die Entwicklung wesentlich weiter ist als bei uns.

Wie wird sich das auf die Produkte und Dienstleistungen von Dürr auswirken?

JW: Die E-Mobilität treibt unser Geschäft, denn zahlreiche Start-ups aus Europa, Asien und den USA drängen auf diesen Markt. Für ihre Fabriken liefern wir Maschinen und Anlagen. Darüber hinaus unterstützen wir etablierte Anbieter, die ihre Produktion umrüsten. Elektroautos sind schwerer, dafür sind herkömmliche Fertigungsanlagen oft nicht geeignet. Die E-Mobilität bietet uns aber auch die Gelegenheit, neue Märkte zu erschließen. Wir liefern zum Beispiel Beschichtungsanlagen für Elektroden, die in Batteriezellen verbaut werden. Außerdem ist der Dürr-Konzern über Teamtechnik Marktführer im Testen von elektrischen Antrieben.

 

Weyrauch blickt aufs Cockpit, startet das Fahrzeug und berührt den großen Touchscreen auf der Mittelkonsole. Die Stimme der Soul-Sängerin Alicia Keys ist zu hören. Er mag ihre Musik, hört sie gern beim Autofahren und will möglichst bald ein Konzert von ihr besuchen. Je nach Laune schaltet er auch auf Rap oder Klassik um. Die richtige Musik erhöht den Genuss beim Fahren. Für unser Gespräch dreht er die Lautstärke aber runter.

Ein Job, der elektrisiert: Seit Januar 2022 ist der studierte Wirtschaftsingenieur Vorstandschef des Dürr-Konzerns und viel unterwegs. Um möglichst nachhaltig zu reisen, hat er einen strombetriebenen Dienstwagen gewählt.

Beim Thema Nachhaltigkeit lassen sich in der Industrie enorme Potenziale heben.

Dr. Jochen Weyrauch, CEO der Dürr AG

Die Ästhetik eines Fahrzeugs wird durch die passende Lackierung unterstrichen. Ist das beim Elektroauto eigentlich genauso? 

JW: Wir sehen, dass durch den Erfolg der Elektromobilität die Lackierung an Bedeutung gewinnt. Da E-Antriebe den Charakter eines Autos weniger prägen als die Varianten eines Verbrennungsmotors, versuchen Hersteller ihre Fahrzeuge über die Art der Farbe zu differenzieren und bieten zum Beispiel Autos mit Zweitonlackierung an. Das stellt höhere Ansprüche an die Lackiertechnik und das wirkt sich positiv auf unser Geschäft aus.

Lackierereien galten in der Automobilfertigung lange Zeit als Energiefresser. Wie stark ist die Bereitschaft der Hersteller, ihre Produktion nachhaltiger zu machen?

JW: Beim Thema Nachhaltigkeit lassen sich in der Industrie noch enorme Potenziale heben. Rund 200 Autofabriken in Europa entfernen den Sprühnebel in der Lackierkabine nach wie vor mit dem konventionellen Nassverfahren, das viel Energie und Wasser verbraucht. Dabei lassen sich auf einer mittelgroßen Lackierlinie mit unserer modernen Trockenabscheidung die CO2-Emissionen um etwa 8.000 Tonnen im Jahr vermindern. Auch bei Trocknern oder Abluftreinigungssystemen bieten wir Alternativen, die wesentlich sparsamer und umweltfreundlicher sind. Wie sich diese Innovationen weiterhin durchsetzen, hängt davon ab, wie stark die Automobilindustrie ihre Investitionen in Nachhaltigkeit vorantreibt.

Das Auto, in dem wir sitzen, müssen Sie noch selbst steuern. Wann wird automatisiertes Fahren Alltag sein?

JW: Bis es so weit ist, werden noch mindestens zehn Jahre vergehen. Der Entwicklungsaufwand für die Automobilindustrie ist extrem hoch, außerdem sind die gesetzlich vorgeschriebenen Zulassungsverfahren sehr aufwendig. Es gibt allerdings schon vielversprechende Ansätze.

 

Der Konzernchef lächelt, er zieht an einem Hebel und kurz darauf berührt er das Lenkrad nur noch leicht. Der Autopilot hält die Spur. Das ist erlaubt, wenn der Fahrer jederzeit eingreifen kann. Eine Vorstufe des automatisierten Fahrens – die offenbar auch einem Motorsport-Liebhaber wie Weyrauch Freude macht.

Der Konzernchef weiß, wo’s langgeht. Dennoch fährt er gern mit Navi.

Hier geht’s raus: Ziel der Fahrt ist Bietigheim-Bissingen.

Der Dürr-Konzern treibt selbst den technischen Fortschritt auf zahlreichen Gebieten voran. Welche sind die derzeit wichtigsten Innovationen?

JW: Wir brechen die starre Struktur der Lackieranlage auf und machen mit modularen Systemen die Prozesse der Automobilhersteller flexibler. Eine Lackierlinie, auf der sich eine Karosserie nach der anderen bewegt, könnte bald der Vergangenheit angehören. Im Bereich Holzbau ist unsere Tochter HOMAG sehr innovativ. Dort entwickeln wir Systeme, um einen industrialisierten Holzhausbau voranzutreiben – nicht nur bei Einfamilienhäusern. Auch mehrstöckige Gebäude oder gar Hochhäuser lassen sich auf diese Weise errichten.

 

Wir sind auf der A 81 kurz vor Böblingen. Plötzlich ist ein Piepton zu hören und das Fahrzeug bremst automatisch ab. Die Elektronik hat eingegriffen. Der Abstand zum vorausfahrenden Auto war zu gering – zumindest nach Einschätzung der Software.

 

Digitale Tools lenken immer mehr die Zusammenarbeit innerhalb der Belegschaft. Kommen alle damit zurecht?

JW: In dieser Hinsicht wird es in den nächsten Jahren eine Transformation geben. Auf dieser Reise soll niemand zurückbleiben. Deshalb bieten wir Schulungsprogramme an, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit neuen und nützlichen, digitalen Tools vertraut machen. Dadurch wird mobiles oder hybrides Arbeiten einfacher. Diese modernen Arbeitsformen sind besonders bei der jüngeren Generation beliebt. Mit Blick auf den demographischen Wandel ist das ein wichtiger Punkt. Schon heute kämpfen wir in vielen Bereichen um die besten Talente – bislang mit Erfolg.

Automobilindustrie, Holzbearbeitung, medizinische Produkte – der Dürr-Konzern stellt sich immer breiter auf. Warum?

JW: Wir entwickeln neben dem stark zyklischen Automobilgeschäft weitere Standbeine, die uns Stabilität geben. Auf diesem Weg sind wir bereits weit vorangekommen. Im vergangenen Jahr haben wir im Non-Automotive-Sektor erstmals mehr Umsatz gemacht als in unserem traditionellen Geschäft. Wir merken, dass der Kapitalmarkt diesen Schritt honoriert. 

Jochen Weyrauch (r.) im Gespräch mit Heimo Fischer.

Lieferengpässe belasten derzeit zahlreiche Unternehmen. Wie stellt sich Ihr Unternehmen darauf ein?

JW: In der Unternehmenswelt hat man sich in den vergangenen Jahren zu wenig Gedanken um die Sicherheit der Lieferketten gemacht. Jetzt steht das Thema jeden Tag im Mittelpunkt, nicht zuletzt wegen des schrecklichen Angriffs Russlands auf die Ukraine. Und mittlerweile betreffen die Lieferengpässe ja nicht mehr nur Halbleiter, sondern auch Stahl und andere Materialien, von denen man nie dachte, dass sie knapp werden könnten. Wir sind zunächst vergleichsweise gut zurechtgekommen, aber inzwischen machen sich die anhaltenden Engpässe auch bei uns bemerkbar. Unser Einkauf, den wir im letzten Jahr stärker strategisch ausgerichtet haben, arbeitet eng mit unseren Ingenieurinnen und Ingenieuren zusammen, um gemeinsam Lösungen zu finden, wenn Teile fehlen.

 

Nach mehr als 90 Kilometern ist das Ziel erreicht. Vor dem Konzernsitz in Bietigheim-Bissingen steht eine Ladesäule. Dort parkt Weyrauch sein Auto – damit er nach Feierabend mit vollständig geladener Batterie weiterfahren kann.

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