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  • Hochfrequenzpresse von Kallesoe für Holzwerke.
Pressemeldung

Weitere Akquisition: HOMAG vergrößert Systemangebot für nachhaltiges Bauen mit Holz

Bietigheim-Bissingen, 29. April 2021 – Die HOMAG Group geht den nächsten Schritt, um sich als führender Technologiepartner für nachhaltiges Bauen mit Massivholz zu etablieren. Das zum Dürr-Konzern gehörende Unternehmen hat heute die Mehrheit am dänischen Maschinenbauer Kallesoe Machinery A/S übernommen. Kallesoe ist spezialisiert auf Hochfrequenzpressen zur Herstellung von Brettsperrholzplatten – auch bekannt als Cross Laminated Timber –, aus denen unter anderem Wände für Holzhäuser entstehen. Der Markt für nachhaltige Holzhäuser wächst zügig. Immer mehr Bauherren entscheiden sich für Holz als Baustoff, da es schnell nachwächst und CO2 bindet.

Durch die Akquisition deckt das HOMAG-Produktprogramm gut 70 % der Prozesskette in der Fertigung von Leimholzelementen ab. „Wir wollen als Systemlieferant möglichst viele Technologien für den Holzbau aus einer Hand anbieten. Durch den Boom im Holzhausmarkt wird die Bauelemente-Produktion immer stärker industrialisiert und automatisiert. Dafür ist HOMAG der richtige Partner. Wir entwickeln das Massivholzgeschäft zu einem zweiten Standbein neben unseren Aktivitäten mit der Möbelindustrie“, sagte Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender von HOMAG Group AG und Dürr AG.

HOMAG bündelt seine Massivholzaktivitäten im Geschäftsbereich Solid Wood Processing. Eine zentrale Rolle spielt die Tochtergesellschaft Weinmann mit Produktionsanlagen für den Holzbau, zum Beispiel Riegelwerk- und Wandstationen. Hinzu kommt der im Vorjahr erworbene Maschinenbauer System TM, der ebenfalls in Dänemark beheimatet ist und Systeme für das Sortieren, Optimieren und Keilzinken von Massivholzbrettern anbietet. Durch die Akquisition von Kallesoe verfügt HOMAG über eine weitere Schlüsseltechnologie. In Pressenlinien von Kallesoe wird Leim auf Massivholzbretter aufgetragen. Danach werden die Bretter übereinander zu Platten gepresst. Für zusätzliche Festigkeit werden die Bretter über Kreuz gelegt, dann spricht man von Cross Laminated Timber.

Der Massivholzmarkt und damit auch die Nachfrage nach Holzpressen dürfte in den kommen Jahren zweistellige Zuwachsraten erreichen. Kallesoe ist einer der wenigen Anbieter von Hochfrequenzpressen. Sie arbeiten mit Hochfrequenzwellen, die das Aushärten des Klebstoffs beschleunigen. Holzwerke können mit dieser Technologie schneller und flexibler produzieren. Zugleich sinken die Betriebskosten, da der Klebstoff günstiger ist als bei alternativen Klebeprozessen.

Kallesoe wurde 1969 gegründet und hat weltweit rund 500 Pressen installiert, davon rund 60 mit Hochfrequenztechnologie. Im HOMAG-Verbund soll das Unternehmen von Synergieeffekten und der weltweiten Präsenz des Mutterunternehmens profitieren. Kallesoe erwirtschaftet mit etwa 70 Mitarbeitern rund 20 Mio. € Umsatz und hat in der Vergangenheit bereits bei mehreren Projekten mit System TM kooperiert. HOMAG übernimmt gut 70% der Anteile an Kallesoe Machinery A/S von der Familie Christensen, die restlichen rund 30% verbleiben bei der Familie Kallesoe. Der Kaufpreis liegt im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Nachhaltiger Werkstoff der Zukunft
Bauen mit Holz ist klimafreundlich. Experten zufolge bindet ein Holzhaus circa 80.000 kg CO2. Holz hat sehr gute Dämmeigenschaften, der Einsatz von Holzbauteilen beschleunigt den Bau von Häusern. In puncto Brandschutz sind moderne Holzhäuser nahezu vergleichbar mit Stahlbetonkonstruktionen. Auch Bauhöhen von 100 Metern sind mit Holz möglich. In den USA sind ab 2021 Holzgebäude mit bis zu 18 Stockwerken erlaubt. In Frankreich muss ab 2022 die Hälfte der öffentlichen Gebäude in Holzbauweise erstellt werden.

Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung/Industrie 4.0. Seine Produkte, Systeme und Services ermöglichen hocheffiziente und ressourcenschonende Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Der Dürr-Konzern beliefert Branchen wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau sowie Chemie, Pharma, Medizintechnik und Holzbearbeitung. Im Jahr 2020 erzielte er einen Umsatz von 3,32 Mrd. €. Das Unternehmen beschäftigt über 17.000 Mitarbeiter und verfügt über 120 Standorte in 33 Ländern. Seit Februar 2021 ist auch der mehrheitlich übernommene Automatisierungsspezialist Teamtechnik Teil des Konzerns. Der Dürr-Konzern agiert mit den drei Marken Dürr, Schenck und HOMAG sowie mit fünf Divisions am Markt:

  • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien sowie Endmontage-, Prüf- und Befülltechnik für die Automobilindustrie, Montage- und Prüfsysteme für Medizinprodukte
  • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
  • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen, Schallschutzsysteme und Beschichtungsanlagen für Batterieelektroden
  • Measuring and Process Systems: Auswuchtanlagen und Diagnosetechnik
  • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

Diese Veröffentlichung wurde von der Dürr AG/dem Dürr-Konzern selbstständig erstellt und kann Aussagen zu wichtigen Themen wie Strategie, zukünftigen finanziellen Ergebnissen, Ereignissen, Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind – wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld – stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in Veröffentlichungen der Dürr AG, insbesondere im Abschnitt „Risiken“ des Geschäftsberichts, beschrieben werden, sich aber nicht auf diese beschränken. Sollten sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder andere Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrundeliegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen des Dürr-Konzerns wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die als zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „ausgehen“, „rechnen mit“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „vorhersagen“ oder an ähnlichen Begriffen. Die Dürr AG übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen ständig zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aussagen zu Marktpositionen basieren auf den Einschätzungen des Managements und werden durch externe, spezialisierte Agenturen unterstützt.

Unsere Finanzberichte, Präsentationen, Presse- und Ad-hoc-Meldungen können alternative Leistungskennzahlen enthalten. Diese Kennzahlen sind nach den IFRS (International Financial Reporting Standards) nicht definiert. Bitte bewerten Sie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Dürr-Konzerns nicht ausschließlich auf Basis dieser ergänzenden Finanzkennzahlen. Sie ersetzen keinesfalls die im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit den IFRS ermittelten Finanzkennzahlen. Die Ermittlung der alternativen Leistungskennzahlen kann auch bei gleicher oder ähnlicher Bezeichnung von Unternehmen zu Unternehmen abweichen. Weitere Informationen zu den von der Dürr AG verwendeten alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im → Finanzglossar auf der Webseite.